Helmahof Geschichte

Beaglezucht vom Helmahof
20 Jahre Tradition und Erfahrung.


Ein wenig Geschichte, rund um die Entstehung des Beagles

Vermutlich gehört der Beagle zur ältesten Gruppe der Jagdhunde. Seine Vorfahren stammen aus Frankreich ( der Southern Hound ) und aus Skandinavien ( der Northern Hound ). Um spätestens 1400 n. Chr. wurden diese Rassen auf den britischen Inseln gekreuzt und es entstand der Urahne des Beagle.

Der Name dieser Jagdhunde leitet sich entweder vom englischen " begle", dem keltischen " beag" oder dem französischen " beigh" ab. Diese Worte bedeuten alle " klein". Die Bezeichnung Beagle erscheint zum ersten Mal 1475 in einem Buch. Ab Heinrich VIII ( ca. 1510 n Chr.) gibt es eine fast ununterbrochene Linie von Aufzeichnungen über diesen kleinen Jagdhund. Vor allem, da die englischen Monarchen dem Jagdsport mit diesen Hundemeuten stets zugeneigt waren.

Natürlich hatten diese ersten Beagle noch wenig Ahnlichkeit mit jenen, die jetzt im Gebrauch sind. Durch gezielte züchterische Auslese entwickelte sich der Beagle, wie wir ihn heute kennen, um den an ihn gestellten Aufgaben optimal zu entsprechen. Die Forderungen waren vor allem, daß dieser Hund freundlich und verträglich sein mußte, da sie in Meuten ( Gruppe von 20 - 30 Hunden) gehalten und verwendet werden.

Außerdem braucht er eine ausgezeichnete Nasenleistung. Seine Aufgabe besteht nämlich darin, der Hasenspur laut bellend zu folgen und dadurch den Hasen, der seine Nester in einem weitläufigen Kreis angelegt hat, dem Jäger vor die Flinte zu treiben. Diese Aufgabe erfordert natürlich auch selbstständiges Denken, weshalb der Beagle oft als sturer Hund gilt, da er Befehle nur befolgt, wenn auch er sie als sinnvoll erachtet.

Alle Forderungen sind im Rassestandard festgelegt. Der Beagle soll ein freundlicher, mutiger Hund sein, der zielstrebig sein Ziel verfolgt. Er soll nicht ängstlich sein und sich gut in Sozialgemeinschaften einfügen. Seine Größe ist begrenzt zwischen 33 und 40 cm Schulterhöhe. Sein Körperbau muß dazu geeignet sein lange und ausdauernd zu laufen, weshalb er ein sehr kompakter Hund sein muß. In den Farben ist der Beagle sehr vielfältig. Es gibt ihn drei- und zweifärbig, wobei die Brauntöne von sehr hell bis rotbraun variieren. Auch der Anteil von Weiß ist unterschiedlich von sehr viel, bis zu Weiß nur an den Pfoten und der Brust. Der Standard verlangt aber auf jeden Fall eine weiße Rutenspitze, da sie für den Jagdgebrauch unbedingt erforderlich ist. Der Hund folgt bellend und mit aufgestellter Rute wedelnd dem Hasen. So ist die weiße Rutenspitze im hohen Gras oder Gebüsch das einzige, an dem der Jäger seinen Hund erkennt und nicht irrtümlich ihn an Stelle des Hasen erschießt. Es gibt nur eine Fehlfarbe. Sie nennt sich leberfarben (ein dunkles Rotbraun ). Sie ist unerwünscht, da sie mit gelben Augen, wie bei einem Habicht, einhergeht und der Standard ein dunkelbraunes Auge verlangt.


Das Fell eines Beagle ist kurz, glatt und wetterfest. Daher ist er auch leicht zu reinigen. Da er bei uns hauptsächlich als Familienhund gehalten wird, ist die Pflegeleichtigkeit natürlich auch ein wichtiger Punkt. Ausschlaggebend für seine Beliebtheit ist aber sicher sein freundliches Wesen, durch das er der ideale Spielgefährte für Kinder ist. Im Jahr 1972 kam der erste Beagle nach Österreich. Seitdem wird diese liebenswerte Rasse auch hier gezüchtet. Wir kauften 1984 den ersten Beagle und importierten dann eine Hündin aus England. Seit 1986 züchten wir jetzt diese Hunde.

Es ist jedesmal wieder ein schöner Moment, wenn die Welpen zur Welt kommen. Mit vier Wochen verlassen sie ihre Wurfkiste und dann ist nichts mehr vor ihnen sicher, bis wir sie im Alter von neun Wochen in die neuen Familien geben. Den ganzen Tag wollen sie spielen, fangen unsere Röcke und Hosen, oder beißen in die Zehen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Zweimal jährlich wird eine Hündin läufig. Ist sie mindestens 18 Monate alt und hat die erforderlichen Ausstellungen und vielleicht auch Prüfungen absolviert, kann sie gedeckt werden

Dafür wird ein passender Deckrüde gewählt, der den Zuchtrichtlinien entsprechen muß. Auch die Ahnentafeln werden verglichen, ob die Linien von den beiden Zuchttieren zusammenpassen. Ist die Hündin erfolgreich belegt, dauert die Trächtigkeit durchschnittlich 63 Tage. Meistens ist das Werfen problemlos und der Nachwuchs ( meist 3-6 Welpen ) ist den ganzen Tag mit Saugen und Schlafen beschäftigt.

Die Augen der Welpen sind bei der Geburt geschlossen und öffnen sich ca. am 12. Tag. Täglich werden die Kleinen gewogen, damit man bei Milchmangel der Mutterhündin rechtzeitig zufüttern kann, bevor die Welpen zu sehr geschwächt sind. Nun beginnen sie auch zu gehen, denn bis jetzt sind sie nur auf dem Bauch gerutscht und haben sich mit den Hinterbeinen vorwärts gestossen. Mit drei Wochen bekommen die Jungen die ersten Zähne und beginnen sie auch gleich zu erproben, indem sie die Geschwister beißen und auch die Mutter an den Ohren ziehen.

Bald darauf werden sie neugierig auf die große Welt und verlassen die Wurfkiste. Nun werden sie auch von den anderen Hunden und ihrem Vater erzogen. Vor allem müssen die Welpen lernen, daß nicht alles lustig ist und nur die Wurfkiste der einzig sichere Platz ist. Oft schreit ein Welpe fürchterlich, wenn er die Grenze überschritten hat und zu übermütig war und gestraft wird. Er wird nie von einem erwachsenen Hund verletzt, aber der Schreck sorgt dafür, daß er den Fehler nicht wiederholt. Die Erziehung durch die Elterntiere ist sehr konsequent und streng, doch sie sorgt auch dafür, daß sich der kleine Hund problemlos in eine Familie einfügt.


Deshalb dürfen die Welpen frühestens mit acht Wochen in ihr neues Heim abgegeben werden, damit diese wichtige Zeit richtig genützt wird. Durch ihre Spiele, wie fangen, balancieren und die kleinen Kämpfe werden sie zu geschickten und mutigen Hunden. In dieser Zeit lernen die Welpen auch viele fremde Menschen kennen, da nun ständig Interessenten kommen, um sich ihren Liebling auszusuchen. Dabei werden auch eifrig Trophäen - wie z. B. ein abgebissenes Schuhband - gesammelt. Mit acht Wochen beginnt für die Kleinen der Ernst des Lebens.Sie werden das erste Mal geimpft, der Zuchtwart tätowiert die Zuchtbuchnummer ins Ohr und der große Augenblick für den jungen Hund ist gekommen - er geht hinaus in ein Leben mit einer neuen Familie. Rufen Sie mich gerne an und vereinbaren einen Termin, zum kennenlernen meiner Zucht und meiner Hunde, Ihre Ingrid Guttenberger