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Beaglezucht
vom Helmahof
Der Name dieser Jagdhunde leitet sich entweder vom englischen " begle", dem keltischen " beag" oder dem französischen " beigh" ab. Diese Worte bedeuten alle " klein". Die Bezeichnung Beagle erscheint zum ersten Mal 1475 in einem Buch. Ab Heinrich VIII ( ca. 1510 n Chr.) gibt es eine fast ununterbrochene Linie von Aufzeichnungen über diesen kleinen Jagdhund. Vor allem, da die englischen Monarchen dem Jagdsport mit diesen Hundemeuten stets zugeneigt waren. Natürlich hatten diese ersten Beagle noch wenig
Ahnlichkeit mit jenen, die jetzt im Gebrauch sind. Durch gezielte züchterische
Auslese entwickelte sich der Beagle, wie wir ihn heute kennen, um den
an ihn gestellten Aufgaben optimal zu entsprechen. Die Forderungen waren
vor allem, daß dieser Hund freundlich und verträglich sein
mußte, da sie in Meuten ( Gruppe von 20 - 30 Hunden) gehalten
und verwendet werden. Außerdem braucht er eine ausgezeichnete Nasenleistung. Seine Aufgabe besteht nämlich darin, der Hasenspur laut bellend zu folgen und dadurch den Hasen, der seine Nester in einem weitläufigen Kreis angelegt hat, dem Jäger vor die Flinte zu treiben. Diese Aufgabe erfordert natürlich auch selbstständiges Denken, weshalb der Beagle oft als sturer Hund gilt, da er Befehle nur befolgt, wenn auch er sie als sinnvoll erachtet. Alle Forderungen sind im Rassestandard festgelegt. Der Beagle soll ein freundlicher, mutiger Hund sein, der zielstrebig sein Ziel verfolgt. Er soll nicht ängstlich sein und sich gut in Sozialgemeinschaften einfügen. Seine Größe ist begrenzt zwischen 33 und 40 cm Schulterhöhe. Sein Körperbau muß dazu geeignet sein lange und ausdauernd zu laufen, weshalb er ein sehr kompakter Hund sein muß. In den Farben ist der Beagle sehr vielfältig. Es gibt ihn drei- und zweifärbig, wobei die Brauntöne von sehr hell bis rotbraun variieren. Auch der Anteil von Weiß ist unterschiedlich von sehr viel, bis zu Weiß nur an den Pfoten und der Brust. Der Standard verlangt aber auf jeden Fall eine weiße Rutenspitze, da sie für den Jagdgebrauch unbedingt erforderlich ist. Der Hund folgt bellend und mit aufgestellter Rute wedelnd dem Hasen. So ist die weiße Rutenspitze im hohen Gras oder Gebüsch das einzige, an dem der Jäger seinen Hund erkennt und nicht irrtümlich ihn an Stelle des Hasen erschießt. Es gibt nur eine Fehlfarbe. Sie nennt sich leberfarben (ein dunkles Rotbraun ). Sie ist unerwünscht, da sie mit gelben Augen, wie bei einem Habicht, einhergeht und der Standard ein dunkelbraunes Auge verlangt.
Es ist jedesmal wieder ein schöner Moment, wenn die Welpen zur Welt kommen. Mit vier Wochen verlassen sie ihre Wurfkiste und dann ist nichts mehr vor ihnen sicher, bis wir sie im Alter von neun Wochen in die neuen Familien geben. Den ganzen Tag wollen sie spielen, fangen unsere Röcke und Hosen, oder beißen in die Zehen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Zweimal jährlich wird eine Hündin läufig. Ist sie mindestens 18 Monate alt und hat die erforderlichen Ausstellungen und vielleicht auch Prüfungen absolviert, kann sie gedeckt werden
Dafür wird ein passender Deckrüde gewählt,
der den Zuchtrichtlinien entsprechen muß. Auch die Ahnentafeln
werden verglichen, ob die Linien von den beiden Zuchttieren zusammenpassen.
Ist die Hündin erfolgreich belegt, dauert die Trächtigkeit
durchschnittlich 63 Tage. Meistens ist das Werfen problemlos und der
Nachwuchs ( meist 3-6 Welpen ) ist den ganzen Tag mit Saugen und Schlafen
beschäftigt. Bald darauf werden sie neugierig auf die große Welt und verlassen die Wurfkiste. Nun werden sie auch von den anderen Hunden und ihrem Vater erzogen. Vor allem müssen die Welpen lernen, daß nicht alles lustig ist und nur die Wurfkiste der einzig sichere Platz ist. Oft schreit ein Welpe fürchterlich, wenn er die Grenze überschritten hat und zu übermütig war und gestraft wird. Er wird nie von einem erwachsenen Hund verletzt, aber der Schreck sorgt dafür, daß er den Fehler nicht wiederholt. Die Erziehung durch die Elterntiere ist sehr konsequent und streng, doch sie sorgt auch dafür, daß sich der kleine Hund problemlos in eine Familie einfügt.
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